... ja, ich weiß, wie kann es anders sein...
Der Gewisse und ich - eine endlose Geschichte.
Je älter jemand ist, umso größer ist wohl die Wahrscheinlichkeit, dass jemand dann Medikamente benötigt, verschrieben oder auch nicht verschrieben. Nun gibt es aber nicht nur die Unterscheidung zwischen Privat und "normal":
Es gibt rezeptfreie Medikamente. Dank Internet bin ich in der guten Lage, über Preisvergleiche mir das für mich günstigste (nicht immer billigste!) Angebot herauszusuchen. Und da ich mehr oder weniger auf dem Dorf wohne, bestelle ich es dann und per Postversand erhalte ich es einige Tage später.
Jetzt war aber ein akuter Fall eingetreten, "Gedächtnis"unterstützende Tabletten für meine Mutter waren aus - hatte sie mir vergessen zu sagen *ggg* kleiner Scherz off topic.
Ich also das Internet bemüht, und siehe da, normal kostet dieses Medikament in der ortsüblichen Apotheke 85,- €. Günstigstes Internetangebot war 34,- €!!! Da war aber Lieferzeit. Aber: eine Apotheke im Nachbarort inseriert auch mit ihrem Internethandel. Und siehe da: auf meinen Anruf erhielt ich erst die Preisauskunft 85,- €, auf Nachfrage nach Internetpreis dann 51,- €. Dafür bin ich es dann abholen gefahren.
Aber ich finde alleine die Sachlage heftig, dass diejenigen, die sowieso durch Krankheit belastet sind, dann auch noch so extrem geschröpft werden!
So, ab wieder ins Arbeitsleben, vielleicht tut mir positiver Stress ja doch gut :-)
Und noch eine Woche, dann sind alle beteiligten Ärzte auch aus dem Urlaub zurück, ich bekomme meine Schrott-Eisen-Rationen weiter und dann mal sehn...
Stressvermeidung:
der Gewisse - es ist eigentlich nur noch eine Kopfgeschichte. Von daher ist kein Stress mehr da, der irgendwie Druck auf mich ausüben könnte. Weder ist die Rede davon, dass wir uns sehen, noch davon, das Geschreibsel einzustellen. Einfach nur Mitteilungen, dass wir beide dann und wann aneinander denken. Punkt.
Wo soll da Stress sein?
Abgesehen davon, dass ich schon von 2 Jahren wußte und ihm schrieb: "Wärst Du nah, wäre nichts?!"
Ich habe in den letzten Jahren doch für mich einen Weg gefunden, innerlich ruhig zu werden. Meine Kurzflüge allein. Hat nur leider im letzten Jahr nicht so geklappt.
Und in den letzten Tagen habe ich mich einfach nicht getraut, zu buchen.
Also habe ich spontan einfach für mich entschieden. Ich will in den Gaiapark, also geh ich da auch einfach hin. Ist nur wenige km von mir entfernt. Allein.
Und gestern: mit Töchterchen mittags zum Phantaland gefahren. (Es sind ja gar nicht sooooo viele andere Leute auch auf die Idee gekommen, haha). Aber da wir erst mittags ankamen, wurde es ab 15.00 Uhr ruhiger vor den Fahrgeschäften, außerdem hatte der Park die Öffnungszeit um eine Stunde verlängert. Und auf die Kindergeschichten kamen wir fast ohne Wartezeit drauf, sprich Geister-Riksha, Hollywood-Tour, Drachenbahn und alles, was mir Ruhe gab. (Übrigens, wenn ich auf dem Hexenturm - sprich Mistery Castle - war, ist der Tag sowieso ein voller Erfolg, und ich habs sogar zweimal geschafft hihi)
Und Töchterchen wird ganz langsam groß und traut sich was, so waren wir sogar 3 mal im ehemaligen Galaxy. Was will ich mehr, der Tag das Wetter alles war super. Und ich habe mich noch nicht mal verfahren auf der Autobahn!
Gut, wären wir bei meiner Mutter:
da kam es mir am 1. Mai folgendes Erlebnis (und ich bitte den Zuleser zu bedenken, dass ich mich in den Anfängen der Wechseljahre befinde):
ich lebe im Haus meiner Mutter, sie unten, ich oben. Zwei separate Wohnungen, aber wir essen gemeinsam, wir huschen gemeinsam durch den Garten, und seit der Krankheit meiner Mutter, die zu erhöhter Neugierigkeit ihrerseits führt, gebe ich immer Auskunft, wann ich wohin gehe/fahre, wann ich zurücksein werde.
Am ersten Mai morgens beim 2. Frühstück kam also ihre Frage: "Habt ihr für heute etwas geplant?" Ja, mit Tochter und Nichte zum 70 km entfernten Tier-und Spielpark.
"Und ich darf nicht mit?" war ihre vorwurfsvolle Entgegnung.
Ich bin heulend aus dem Zimmer, hab mir nachher meinen Kaffee oben getrunken. Und gegrübelt. Und gewütet. Und selbst jetzt, während ich diese Worte schreibe, steigen mir die Tränen wieder in die Augen. Warum?
Ich rate dann doch jedem, sich auch mal von den Eltern zu trennen. Man kann es nicht jedem Recht machen. Erzieht sich selbst, erzieht aber auch die Eltern.
Stress:
tatsächlich, wenn ich jetzt so in mich gehe, habe ich innerlichen Stress:
aktuell bzw. noch bis vor einer Woche war es die anstehende Kinderkommunion meiner Tochter. Schon wie beim Sohn vor 15 Jahren bin ich nicht einverstanden mit dem "Gedöns", dass um diesen Tag gemacht wird. Die Eltern regen sich auf, wenn die Kinder nur 5 Minuten zu spät aus dem Kommunionunterricht kommen. Sie regen sich auf darüber, dass sie zu wenig "Sitzplatzkärtchen" in der Messe für ihre Verwandten bekommen. Sie sind allerdings nicht auffindbar, wenn es um die verschiedenen Termine zur Dekoration der Kirche geht und um das Aufstellen eben jener Stühle für ihre Verwandten. Aber stimmt, sie haben ja soviel damit zu tun, DEN Tag zu organisieren, die Gaststätte zu mieten, das Essen zu bestellen, die Menükarten! zu bestellen und die Geschenkeliste zu bearbeiten! Hallo?
Ich wußte auch, dass der von Tränen begleitete Satz meiner Tochter kommen wird: ... "schluchtz, die, die, die T... hat zwei neue PS lite bekommen".
Ich habe sie dann kurz in ihr Zimmer zitiert, und habe ihr erklärt, wenn sie mir sagt, was sie braucht, was ihr fehlt, dann bekommt sie das auch. Aber sie hat alles. Von daher...
Und mein Satz, mit zwei Händen kann man auch nur ein PS Spiel spielen, und sie hat eine PS, da war das Thema dann durch.
Übrigens: Kommunion bedeutet "Gemeinschaft". Töchterchen ist es jetzt auch im kirchlichen Sinne.
Gut, dieses Thema Stress wäre erledigt.
Viel bzw. eigentlich nicht so viel passiert, aber dennoch muss ich grübeln, um zu einem Ergebnis zu kommen (das ich noch nicht habe):
vor 2 Wochen reichte es mir, nach einem Besuch beim Frisör meines Vertrauens wurde mir bestätigt, dass ich sehr sehr sehr (Originalton Frisörin!) dünnes Haar am Vorderkopf habe, die fehlenden Augenbrauen hatte ich ja selbst schon entdeckt, hm, die Blicke der Frisörin waren schon sehr bedauernd. Und diese Schuppen, ich hätte ja soooo trockene Kopfhaut - eigentlich bin ich ja dankbar für jede Kopfmassage beim Frisör, aber heute hätte sie es besser seingelassen! Ich solle doch mal die Schilddrüse prüfen lassen. Tja, das hatte ich ja schon vor 7 Jahren, seit dem nehme ich morgens immer dieses Tablettchen.
Beim Arzt also Blut gespendet, heraus kam, dass mein Eisenwert wieder mal unten ist, und so sollte ich diesmal Spritzen erhalten, da ich im letzten Jahr die Tabletten nicht so gut vertragen habe. Neben den wohl tatsächlich beginnenden Wechseljahren sollte das also die Behebung des Haarausfalls bedeuten. Aber irgendwie war ich nicht beruhigt, also ließ ich mir noch eine Überweisung zum Hautarzt geben. Könnte ja auch eine Allergie, ein Pilzchen, oder dank freilaufender Tiere auch irgendein Ungeziefer sein, nicht sichtbar, aber da, wer weiß. Die Gedanken kreisten.
Und ich habe auch noch innerhalb von 2 Tagen einen Termin beim Hautarzt erhalten, (ich bin einfachster Kassenpatient!), das Sprechzimmer war leer (was sollte mir das zu denken geben?) und ich war schnell dran. Der Arzt sah mich im Gang an, sagte, "Na, da gehen Sie mal ins Zimmer da, ich weiß schon, was Sie haben!"?????
Kein Haarausreißen, kein Kopfhautansehen, kein Abstrich der Schüppchen. Nein, der saß einfach nur vor mir und sagte mir: sie haben Kreisrunden Haarausfall. Punkt.
Gut, meine Augen wurden groß und rund, und so versuchte er mir auf sehr kindliche Art, den kreisrunden Haarausfall zu erklären. Schmierzettel gepackt, oben ein Kreis, darunter zwei Kreise, und ums ganze Rum auch noch mal ein Kreis. Richtig, 1. Kreis ist mein Kopf, da fällt Haar aus, zwei Kreise drunter sind Augenbrauen, und letzter Kreis ist mein Körper, weil, an den Armen hab ich nur noch ganz vereinzelten Flaum (war aber noch nie sehr viel - off topic: ich erinnere mich, dass ich beim Lied Nessum Dorma von Paul Potts jedes Mal eine Gänsehaut mit aufstrebenden Häärchen an den Armen vorzeigen konnte, also knappes Jährchen her) - und die dunklen Häärchen an den Beinen? Ist einfach so.
Also, laut seiner Ansage habe ich 1. Kreisrunden Haarausfall, 2. Schilddrüse prüfen lassen, und Wechseljahre auch.
Woher kommt Kreisrunder Haarausfall? Er sieht mich an und sagt: Stress.
Stress.
Hm. Er kennt mich nicht. Ich bin eigentlich extrem stressresistent. Ich verdränge Negativerlebnisse so lange, bis sie überstanden sind. Das war mit meiner ersten Schwangerschaft so (ja, tatsächlich, ich bin so eine, die schwanger war, und es erst nach 9 Monaten im Kreissaal, als alles eigentlich schon erledigt war, gerafft hat :-) )
Das mit "Dem Gewissen" ist genau so eine Sache, ebenso die Krankheit meiner Mutter.
Auf meiner Arbeit gefällt es mir eigentlich sogar besser, wenn alles um mich rum hektisch wird, denn dann bin ich der Ruhepol und schaffe alles. Naja, fast alles. Wenn mein Chef zu seiner Beruhigung klassische Musik auflegt, kriege ich fast einen Koller, und muss die Lautsprecher in meinem Büro abstellen. Beruhigende Musik macht mich nervös. So eine bin ich. Stress???
Tja, da war ich nun. Woher kommt der Stress???
Was mich noch lächeln ließ in dieser Woche:
im Büro erhielt ich einen Anruf einer Firma für Werbemittel. Ein gewisser Jemand wollte sich vorstellen, er wäre jetzt mein persönlicher Sachbearbeiter. Ich war im Chefgespräch, deshalb sehr kurz angebunden, vertröstete ihn auf den nächsten Tag.
und schon war der nächste Tag und er rief an. Und wie klein die Welt doch ist: er stammt aus dem selben Ort, in dem ich arbeite. Nur ruft er aus einer Zentrale in IRLAND an. Und hat sich doch gefreut, mit der alten Heimat zu telefonieren. Schön. Schönes Gespräch.
auch wenn es nicht so ganz zur vorhergehenden Erinnerung passt:
noch ein kirchlicher Gedanke heute in der Messe: die Kirche war zur Hälfte gefüllt - oder auch zur Hälfte leer, wie man/frau es sieht. Und ungelogen: 80 % der Kirchgänger waren Damen im Alter von 70 +++, mit grau bis weiss ungefärbten dauergewellten Haaren.
bitte bitte: ich nieeeee sooooo!
Besinnlich war der Karfreitag, denn es war der Kinderkreuzweg - und es war so gut zu sehen, dass die Kirche sich in kindlichen Worten den Kindern zu erklären versuchte, was in diesen Tagen bedeutsames geschehen ist - und noch wird.
Und auch wenn das Osterfeuer gestern am späten Abend nicht so ein rein kirchlicher Brauch ist, bringt es doch Menschen zusammen, und wenn auch nur in Gedanken...
Und nun heute die Ostermesse am frühen Morgen sollte doch noch eine Überraschung für mich bereit halten. J.H. ist gestorben.
Ich bin eine Dorfpflanze. Und J.H. gehört für mich zum Dorf dazu. Liebevoll von uns "Dorfsheriff" genannt, denn früh morgens, wenn ich zur Schule ging, zur Arbeit fuhr, da wanderte er seine Runde im Dorf ab, immer mit Hut, den Händen in den Taschen.. Beim nachmittäglichen Spaziergang mit dem Hund begegnete ich ihm dann ein zweites Mal. Und beim abendlichen Stelldichein mit Freunden - oder denen, die es vielleicht einmal werden sollten - da patrollierte er ein letztes Mal, freundlich grüßend, und natürlich alles bemerkend. Wer ein neues Auto hatte, wer gerade neu zugezogen ist, wer was gerade neu im Garten anpflanzte, all das hat er gesehen, und wenn es gut war, auch so gelobt.
Und als mein Vater vor 20 Jahren starb, männliche Unterstützung bei einer Treppenreparatur fehlte, ja, auch da war er zur Stelle, er hatte die kaputte Stufe natürlich bemerkt.
In den letzten Jahren hat er seine Runden nicht mehr so oft gedreht, aber immer, wenn ich an seiner Hausecke vorbeifuhr, da stand er da und grüßte. Und auch wenn er zuletzt in seinen eigenen Gedanken weilte, kam manches Mal doch noch ein Gespräch zustande, über das Wetter, über den Garten, über die Kirmes und über viele Dorfpflanzen, die nicht mehr im Dorf sind.
Und so merke ich nun, dass er fehlen wird.
Hallo (pps, 425 KB)
und schon huscht ein Lächeln über das regennasse Gesicht... (aufs Hallo klicken) mit erheblichem Dank dem unbekannten Ersteller, der hoffentlich glücklich über die weitere Verbreitung ist (ansonsten lehne ich jegliche Verantwortung ab:-))
Kirche, Papst, meine Mutter und Kondome:
nein, ich wollte kein Streitgespräch mit meiner Mutter beginnen. Es kam in den Nachrichten, dass viele sich entrüsten über den Satz des Papstes, dass der Mensch sich lieber in Enthaltsamkeit üben sollte denn mit einem Kondom schützen.
Ich sprach zu meiner Mutter :" Da hat wohl jemand dem Papst wieder den falschen Text vorgelegt...". Darauf meine 80 jährige liebe Mutter :" Hm, was ist denn eigentlich ein Kondom?"
Wie erkläre ich es meinem Kinde/Mutter??? Btw: der Papst ist auch über 80. Woher soll er es wissen? Ich bin für eine neue Zeitschrift: Senionenbravo!
Ich habe es meiner Mutter dann rührend erklärt, und ohne rot zu werden...
leider ist das linke Stück auf dieser zartrosefarbenen Verführung schon den Weg seiner Bestimmung gegangen.. mmh

Ich wage die weise Voraussagung, dass die restlichen Riegelchen in der Verpackung auch nicht mehr lange existieren werden bzw. ihren Aggregatzustand verändern werden...