Flug No. 2: LEIPZIG
Was für ein Tag!
Genau so sollten Birgit`s Urlaubstage immer aussehen:
frühmorgens um viertel vor vier aufgestanden, ich weiß ja um meine Ängste, in Köln pünktlich anzukommen. Große Verabschiedung von der ganzen Familie: Oma bestand darauf, geweckt zu werden, Sven war gar nicht erst ins Bett gegangen und hatte statt dessen Playstation gespielt. Jule drückte bei der Garagenausfahrt noch schnell ein Tränchen aus dem Auge, weil der Papa ja nicht mitfuhr - Hundert Meter weiter stand ihr Mund aber schon nicht mehr still, alle Tiere wurden noch mal aufgezählt, die sie jetzt ja so vermisste. Selbst unser Hund Kim, der Samstag vor einer Woche gestorben war, kam noch vor!
Kein bisschen müde war sie, die ganze Fahrt über erzählte sie in einem durch. Am Flughafen Köln/Bonn angekommen, ha, Birgit hatte sich ja vorher den richtigen Weg zum Parkdeck P1 im Internet gesucht, hatten wir es gar nicht weit bis zum Eingang vom Terminal 1 zu German Wings. Ruckzuck waren wir drin im Gebäude, Rolltreppe hoch, noch Schilder "German Wings" gesehen, - und auf einmal: nix. Grauer, menschenleerer Gang. Plötzlich stolperten noch andere unwissende eine Treppe hinunter, ich vorneweg - und aufatmen, Schalter gefunden! Glück gehabt.
Check in war einfach :-), Jule hatte auch noch Zeit, das WC zu checken (diesen Satz hören wir heute noch öfter!)..
Und ab ging es in den Flieger. Jule plapperte in einem durch, hier ein Flieger, da ein Bus, da ein... Und genauso wie bei meinem ersten Flug ging der Start einfach klasse über die Wolken. Und wie Kinder sind, nach 5 Minuten die erste Frage: wann sind wir da?
Ging schnell, Landung war wieder ein Erlebnis, genauso für Jule. Im Flughafen Leipzig/Halle schnell zurechtgefunden und ab ging es zum Bahngleis. Die Bahnautomaten sind im Osten genauso schwer verständlich wie bei uns und auch genauso gestört. Eine Vortesterin scheiterte sowohl an der Geldeingabe als auch an der Zahlung per Karte. Er wollte einfach nichts annehmen. Da ihr Koffer auch noch verschwunden war, habe ich sie natürlich sehr bedauert!
Aber: ein Mann! kam, sah und siegte (allerdings kommt er wohl jede Woche nach Leipzig und kannte den Nebenautomaten mit seinen besonderen Tasten). Ich hatte bei ihm aufgepasst und so kam ich zu unseren zwei ersten! Bahnkarten. Der Zug wartete schon, nichts wie rein und hingesetzt. Netter Mann saß gegenüber, Smalltalk, da sagte er noch so ganz nebenbei: "Die Karten haben Sie entwertet?!" --- Jule gepackt, Koffer gepackt, Tasche gepackt und wieder raus. Schnell zu dem kleinen, unscheinbaren Kästchen und Karten entwertet.
Kaum waren wir wieder im Zug, fuhr er ab. Glück gehabt!
Die Zugstrecke war ziemlich hm, Ruinen überall, wie bei uns halt. Hauptbahnhof Leipzig: sehr schön, sehr sauber, also erst mal den Koffer deponieren. Aber wo? zwei nette ältere Damen gefragt: " Ganz unten", kam die Antwort. Ok, wir standen gerade neben dem Aufzug, also runter gefahren. Aber: da waren nur Geschäfte. Also wieder jemanden gefragt. "Auf dem Gleisstockwerk, ganz unten AM ENDE". Also wieder rauf, zum Ende gewandert und siehe da, Schließfächer gefunden. Jetzt schnell Kleingeld raus (ich war ja vorbereitet, hatte Tage vorher schon Kleingeld gesammelt) - ich wunderte mich nur, warum die Geldbörse so leicht war: da hatte doch jemand - who knows who? - Zigarettengeld gesucht und gefunden. Ich habe Jule die Ohren zugehalten ob meiner Flüche. Also wieder zurück, Zeitungen gekauft für Kleingeld.
Koffer eingelagert, raus zum Taxistand. Eine Fahrt zum Zoo. Der Taxifahrer war so nett, er sagte nur: das sind 800 Meter, da bin ich fast schon schneller zu Fuß da. Er hat mir dann auch noch den Weg erklärt, und so standen Jule und ich fast als erste vor dem Eingang und schlossen regelrecht auf. (Die 800 Meter waren aber nicht sehr angenehm, Leipzig baut wohl sein Abwassersystem neu, überall Baustellen nebst Gerüchen..).
DER ZOO: super schön, viele neue, großzügige Tiergehege, schöne alte Baumbestände, das Aquarium war riesig, Jule staunte nur über die großen Haie, die darin schwammen. Jules WC-Check so lala. Auch mit der kleinen Bimmelbahn gefahren (Jule!). Horst das Lama leider nicht gesehen, ebenso die Nacktmulle verpasst.
Nach 5 Stunden intensivsten Tierbeobachtungen nebst Souvenireinkauf (Plastikschlange!) reichte es uns. Uns war kalt, es fing an zu regnen. Wir beschlossen, wieder zum Hauptbahnhof zurückzugehen, Koffer zu holen und uns Richtung Hotel zu bewegen.
Und Julchen (hier kommt der Part "doch ganz die Mama ":-) )kam in ihre Depri-Phase: sie vermisst den Papa doch schon, und Mietzi erst, hoffentlich singt Papa ihr auch ein Gute-Nacht-Lied vor... Ich möchte nicht unerwähnt lassen, dass ich auch wieder an dem Punkt angekommen war, hm, schön, alles wie geplant gesehen, jetzt könnt es eigentlich nach Hause gehen.
Dem gegenüber stand, ich hatte den Rückflug erst für morgen gebucht. Aber Birgit ist ja nicht dumm, man kann ja mal nachfragen, ob Umbuchen nicht geht. Also ab zum Hauptbahnhof (WC gecheckt) und dann Jule über Plan informiert (keine ganz so gute Idee, hätte lieber warten sollen, wie das Ergebnis der Nachfrage am Flughafen war). Naja, was solls. Zweites Mal Bahnkarten problemlos gezogen, entwertet :-) und ab gings zum Flughafen. Rauf zum Check in-Schalter. Meilenweit kein German Wings zu sehen. Nur an einem einzigen Schalter stand eine Menschenschlange. Nachgefragt: die von GW kommen erst so 2 Stunden vor dem Flug, aber Umbuchen könnte evtl. auch die Lufthansa. Ok, dort hin. Die Damen waren nett, gleich angerufen. Und zurückgefragt, ob Umbuchgebühr ok wäre. Kein Problem, sagte ich, ich spar mir ja die Hotelkosten etc. , wieviel ist es denn. Ihr Blick sprach Bände, die Summe auch. Hatte sich also für mich erledigt. Jules Mundwinkel im unteren Kinnbereich sagten wohl alles. Also wieder zurück zum Bahnhof, Jule war sehr ruhig auf einmal, ich auch. Also doch Nacht im Hotel, und ein Abend voller Kinderstunde.
Aber einen hab ich noch: am Hauptbahnhof angekommen, schnell mal zum Infoschalter der DB: ob es noch eine Zugverbindung nach Köln gäbe, wann, wielang und wie teuer. Glück gehabt: Herrlich: nur einmal umsteigen, die ganze Fahrt dauert zwar fast 5 Stunden, aber wir waren sowieso müde gelaufen, Preis wie Hotel, warum also nicht? Jule war genauso begeistert wie ich, und so kam sie zur 5. und 6. Zugfahrt an diesem Tag (nebst Bimmelbahnfahrt, Jule zählt alles). Und dann noch ICE! Der Umsteigebahnhof war: Flughafen Frankfurt/Main. Noch mal herrlich: wieder Flieger gesehen, WC gecheckt :-)
Und während der Fahrt klingelt das Handy: Sven. Vermisst Muttern ja doch. Ich hab nix verraten, Jule auch nicht.
Die Fahrt von Frankfurt nach Köln dauerte nur noch eine Stunde, nach dem obligatorischen WC-Check haben wir auch Ruckzuck den Weg nach Hause gefunden und standen um 22.00 Uhr in der Garage. Wir kamen uns vor, als wenn wir nach 2 Wochen weit weit weg nach Hause gekommen wären. Herrlich. Und Jules Mund stand immer noch nicht still. Nach 18 Stunden! Ich war allerdings platt. Aber zufrieden, dass es ein richtig schöner Birgit-Jule-Urlaubstag geworden war! Morgens hin, abends, egal wann, wieder zurück. Spart vor allem das Kofferpacken! Heißt: meine nächsten Frühflüge werden immer abends ihren Abschluss finden.
Schöne Urlaubsgrüße
Birgit
Genau so sollten Birgit`s Urlaubstage immer aussehen:
frühmorgens um viertel vor vier aufgestanden, ich weiß ja um meine Ängste, in Köln pünktlich anzukommen. Große Verabschiedung von der ganzen Familie: Oma bestand darauf, geweckt zu werden, Sven war gar nicht erst ins Bett gegangen und hatte statt dessen Playstation gespielt. Jule drückte bei der Garagenausfahrt noch schnell ein Tränchen aus dem Auge, weil der Papa ja nicht mitfuhr - Hundert Meter weiter stand ihr Mund aber schon nicht mehr still, alle Tiere wurden noch mal aufgezählt, die sie jetzt ja so vermisste. Selbst unser Hund Kim, der Samstag vor einer Woche gestorben war, kam noch vor!
Kein bisschen müde war sie, die ganze Fahrt über erzählte sie in einem durch. Am Flughafen Köln/Bonn angekommen, ha, Birgit hatte sich ja vorher den richtigen Weg zum Parkdeck P1 im Internet gesucht, hatten wir es gar nicht weit bis zum Eingang vom Terminal 1 zu German Wings. Ruckzuck waren wir drin im Gebäude, Rolltreppe hoch, noch Schilder "German Wings" gesehen, - und auf einmal: nix. Grauer, menschenleerer Gang. Plötzlich stolperten noch andere unwissende eine Treppe hinunter, ich vorneweg - und aufatmen, Schalter gefunden! Glück gehabt.
Check in war einfach :-), Jule hatte auch noch Zeit, das WC zu checken (diesen Satz hören wir heute noch öfter!)..
Und ab ging es in den Flieger. Jule plapperte in einem durch, hier ein Flieger, da ein Bus, da ein... Und genauso wie bei meinem ersten Flug ging der Start einfach klasse über die Wolken. Und wie Kinder sind, nach 5 Minuten die erste Frage: wann sind wir da?
Ging schnell, Landung war wieder ein Erlebnis, genauso für Jule. Im Flughafen Leipzig/Halle schnell zurechtgefunden und ab ging es zum Bahngleis. Die Bahnautomaten sind im Osten genauso schwer verständlich wie bei uns und auch genauso gestört. Eine Vortesterin scheiterte sowohl an der Geldeingabe als auch an der Zahlung per Karte. Er wollte einfach nichts annehmen. Da ihr Koffer auch noch verschwunden war, habe ich sie natürlich sehr bedauert!
Aber: ein Mann! kam, sah und siegte (allerdings kommt er wohl jede Woche nach Leipzig und kannte den Nebenautomaten mit seinen besonderen Tasten). Ich hatte bei ihm aufgepasst und so kam ich zu unseren zwei ersten! Bahnkarten. Der Zug wartete schon, nichts wie rein und hingesetzt. Netter Mann saß gegenüber, Smalltalk, da sagte er noch so ganz nebenbei: "Die Karten haben Sie entwertet?!" --- Jule gepackt, Koffer gepackt, Tasche gepackt und wieder raus. Schnell zu dem kleinen, unscheinbaren Kästchen und Karten entwertet.
Kaum waren wir wieder im Zug, fuhr er ab. Glück gehabt!
Die Zugstrecke war ziemlich hm, Ruinen überall, wie bei uns halt. Hauptbahnhof Leipzig: sehr schön, sehr sauber, also erst mal den Koffer deponieren. Aber wo? zwei nette ältere Damen gefragt: " Ganz unten", kam die Antwort. Ok, wir standen gerade neben dem Aufzug, also runter gefahren. Aber: da waren nur Geschäfte. Also wieder jemanden gefragt. "Auf dem Gleisstockwerk, ganz unten AM ENDE". Also wieder rauf, zum Ende gewandert und siehe da, Schließfächer gefunden. Jetzt schnell Kleingeld raus (ich war ja vorbereitet, hatte Tage vorher schon Kleingeld gesammelt) - ich wunderte mich nur, warum die Geldbörse so leicht war: da hatte doch jemand - who knows who? - Zigarettengeld gesucht und gefunden. Ich habe Jule die Ohren zugehalten ob meiner Flüche. Also wieder zurück, Zeitungen gekauft für Kleingeld.
Koffer eingelagert, raus zum Taxistand. Eine Fahrt zum Zoo. Der Taxifahrer war so nett, er sagte nur: das sind 800 Meter, da bin ich fast schon schneller zu Fuß da. Er hat mir dann auch noch den Weg erklärt, und so standen Jule und ich fast als erste vor dem Eingang und schlossen regelrecht auf. (Die 800 Meter waren aber nicht sehr angenehm, Leipzig baut wohl sein Abwassersystem neu, überall Baustellen nebst Gerüchen..).
DER ZOO: super schön, viele neue, großzügige Tiergehege, schöne alte Baumbestände, das Aquarium war riesig, Jule staunte nur über die großen Haie, die darin schwammen. Jules WC-Check so lala. Auch mit der kleinen Bimmelbahn gefahren (Jule!). Horst das Lama leider nicht gesehen, ebenso die Nacktmulle verpasst.
Nach 5 Stunden intensivsten Tierbeobachtungen nebst Souvenireinkauf (Plastikschlange!) reichte es uns. Uns war kalt, es fing an zu regnen. Wir beschlossen, wieder zum Hauptbahnhof zurückzugehen, Koffer zu holen und uns Richtung Hotel zu bewegen.
Und Julchen (hier kommt der Part "doch ganz die Mama ":-) )kam in ihre Depri-Phase: sie vermisst den Papa doch schon, und Mietzi erst, hoffentlich singt Papa ihr auch ein Gute-Nacht-Lied vor... Ich möchte nicht unerwähnt lassen, dass ich auch wieder an dem Punkt angekommen war, hm, schön, alles wie geplant gesehen, jetzt könnt es eigentlich nach Hause gehen.
Dem gegenüber stand, ich hatte den Rückflug erst für morgen gebucht. Aber Birgit ist ja nicht dumm, man kann ja mal nachfragen, ob Umbuchen nicht geht. Also ab zum Hauptbahnhof (WC gecheckt) und dann Jule über Plan informiert (keine ganz so gute Idee, hätte lieber warten sollen, wie das Ergebnis der Nachfrage am Flughafen war). Naja, was solls. Zweites Mal Bahnkarten problemlos gezogen, entwertet :-) und ab gings zum Flughafen. Rauf zum Check in-Schalter. Meilenweit kein German Wings zu sehen. Nur an einem einzigen Schalter stand eine Menschenschlange. Nachgefragt: die von GW kommen erst so 2 Stunden vor dem Flug, aber Umbuchen könnte evtl. auch die Lufthansa. Ok, dort hin. Die Damen waren nett, gleich angerufen. Und zurückgefragt, ob Umbuchgebühr ok wäre. Kein Problem, sagte ich, ich spar mir ja die Hotelkosten etc. , wieviel ist es denn. Ihr Blick sprach Bände, die Summe auch. Hatte sich also für mich erledigt. Jules Mundwinkel im unteren Kinnbereich sagten wohl alles. Also wieder zurück zum Bahnhof, Jule war sehr ruhig auf einmal, ich auch. Also doch Nacht im Hotel, und ein Abend voller Kinderstunde.
Aber einen hab ich noch: am Hauptbahnhof angekommen, schnell mal zum Infoschalter der DB: ob es noch eine Zugverbindung nach Köln gäbe, wann, wielang und wie teuer. Glück gehabt: Herrlich: nur einmal umsteigen, die ganze Fahrt dauert zwar fast 5 Stunden, aber wir waren sowieso müde gelaufen, Preis wie Hotel, warum also nicht? Jule war genauso begeistert wie ich, und so kam sie zur 5. und 6. Zugfahrt an diesem Tag (nebst Bimmelbahnfahrt, Jule zählt alles). Und dann noch ICE! Der Umsteigebahnhof war: Flughafen Frankfurt/Main. Noch mal herrlich: wieder Flieger gesehen, WC gecheckt :-)
Und während der Fahrt klingelt das Handy: Sven. Vermisst Muttern ja doch. Ich hab nix verraten, Jule auch nicht.
Die Fahrt von Frankfurt nach Köln dauerte nur noch eine Stunde, nach dem obligatorischen WC-Check haben wir auch Ruckzuck den Weg nach Hause gefunden und standen um 22.00 Uhr in der Garage. Wir kamen uns vor, als wenn wir nach 2 Wochen weit weit weg nach Hause gekommen wären. Herrlich. Und Jules Mund stand immer noch nicht still. Nach 18 Stunden! Ich war allerdings platt. Aber zufrieden, dass es ein richtig schöner Birgit-Jule-Urlaubstag geworden war! Morgens hin, abends, egal wann, wieder zurück. Spart vor allem das Kofferpacken! Heißt: meine nächsten Frühflüge werden immer abends ihren Abschluss finden.
Schöne Urlaubsgrüße
Birgit
suesses.traeumerle - 25. Okt, 15:10